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Coachingbrief Nr. 64 / 7.1.13


Hallo lieber Coachingbriefleser,

die Zeiten haben sich geändert. Ich erinnere mich noch an die Anfangszeit meiner beruflichen Laufbahn. Als frisch ausgelernter Industriekaufmann war ich stolz wie Oskar, mit 18 Jahren eine gut bezahlte Anstellung als Sachbearbeiter in einer Wellpappenfabrik in Hanau ergattert zu haben.

Das war 1970 und es ist kaum zu glauben, dass wir damals noch keine elektrischen Rechen­maschinen hatten, geschweige denn Computer. Briefe wurden noch den Schreibkräften in den Stenoblock diktiert oder in Diktiergeräte, die auf Schellackplatten aufzeichneten. So war es ganz normal, auf die Antwort auf eine Anfrage ein oder zwei Wochen zu warten. Erst nach drei Wochen war eine Rückfrage erlaubt, ob wohl der Brief verloren gegangen sei oder ob der Empfänger noch nicht die Zeit gefunden hätte, den Vorgang zu be­arbeiten.

Ich weiß nicht, ob heutzutage noch irgendwo in einen Stenoblock diktiert wird. Vielleicht noch in den obersten Hierarchieebenen. Üblicher­weise schreiben heute Sachbearbeiter oder Chefs ihre Post selbst. Meist per E-Mail. Und die Antwort wird prompt erwartet. Nicht erst nach ein oder zwei Wochen. Alles was länger als 48 Stunden dauert ist erklärungsbedürftig und bedarf einer Rechtfertigung. Die Erreich- und Verfügbarkeit und Arbeitsgeschwindigkeit hat Dimensionen erlangt, die sich 1970 selbst die kühnsten Visionäre nie hätten träumen lassen.

Allerdings: Der Preis dafür ist bekannt. Auch wenn sich die Medien nicht mehr mit dem Thema Burnout beschäftigen, weil sie es vor gut zwei Jahren anlässlich des Selbstmordes des Nationaltorwartes Robert Enke völlig abgelutscht und dann ausgespuckt haben, heißt das nicht, dass das Burnout Syndrom inzwischen aus unserer hektischen Gesellschaft ver­schwunden wäre. Es wird nur nicht mehr darüber be­richtet.

Seit nunmehr 14 Jahren widme ich mich mit der Erfahrung eines inzwischen 61-jährigen, der auf der Karriereleiter vom Lehrling bis zum Unternehmer und Firmengründer geklettert war um dann sein Leben umzukrempeln, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden und sich  dem Coaching für Körper, Geist und Seele zu widmen. Dies ist nicht nur mein Beruf, sondern eine Berufung, andere Menschen ein Stückchen auf ihrem Weg in ein leichteres Leben zu be­gleiten.


1. Gute Vorsätze fürs neue Jahr - So veränderst du wirklich etwas?

Da nun das neue Jahr einige Tage alt ist, gestatte mir die Frage: Hast du an Silvester gute Vorsätze fürs neue Jahr gefasst? Wenn ja: was ist daraus geworden? Wenn du dich jetzt ertappt fühlst, dann kann ich dich trösten, denn laut Umfragen haben 70% aller Vorsätze eine Halbwertzeit von weniger als einer Woche. Ein mexikanisches Sprichwort lautet: „Gute Vorsätze sind wie ein Gaul, der zwar oft gesattelt, aber selten geritten wird.“ Auch im Volksmund heißt es: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“

Warum ist das so? 99 % aller Silvestervorsätze beinhalten den Geburtsfehler, dass sie unkonkret und überzogen sind. Mehr Zeit für die Familie nehmen, mit dem Rauchen aufhören, abspecken, regelmäßig Sport treiben und Stress abbauen - solche Vorhaben stehen oft auf der Agenda. Auch wenn es sich noch so ehrenwert anhört, sind es letztendlich Wischiwaschi-Entscheidungen, die im Alltag schnell verpuffen. Meist ist ein schlechtes Gewissen das einzige was bleibt.

Klare Ziele setzen

Geht es auch anderes? Aber sicher: Setze dir klare Ziele! Aber Vorsicht, die nächste Falle wartet. Unklare Vorsätze aus dem Bauch heraus gehen zumeist schief. Wichtig ist es, sich genau zu überlegen, was wann und wie geschehen soll. Nicht: „Mehr Zeit nehmen“, sondern: „Jeden Samstag…“, oder: „Freitag ab 15 Uhr…“. Und nicht: „Einige Kilos abnehmen“, sondern: „bis Ostern wieder in die schwarze Jeans passen.“ Je klarer eine Vorstellung ist, umso mehr Kraft kannst du daraus schöpfen. Das kennt man vom mentalen Training aus dem Leistungssport. Auch solltest du dir die ehrliche Frage stellen, ob du es wirklich willst und ob du bereit bist, den Preis dafür zu bezahlen. Wenn du nach Abwägen des Für und Wider deine Entscheidung bewusst getroffen hast, dann mache es schriftlich. Tagebücher oder tägliche Aufzeichnungen über den Verlauf sind sehr hilfreich. Klare Ziele setzen uns zwar etwas unter Stress, aber das ist guter konstruktiver Stress.

Gewonnen wird immer im Kopf

Auch wenn du es auf diese Weise angehst, warten noch weitere Fallstricke auf dich: Viele Menschen legen sich die Latte viel zu hoch und wollen zu viel auf einmal. Da ist Frust und der Abbruch vorprogrammiert. Zehn Kilo in vier Wochen, Rauchen aufgeben, kein Fernsehen mehr, dreimal wöchentlich ins Fitnessstudio und kein Tropfen Alkohol mehr – der innere Schweinehund hat schon sein Messer gewetzt. Gut gesetzte Ziele müssen realistisch sein und uns zwar fordern, aber nicht überfordern. Wichtig ist auch, sich wirkliche Ziele und keine „Nichtziele“ zu setzen. Also nicht: „Ich will nicht mehr Rauchen“, sondern: „Ich will jetzt nur noch frische Luft atmen!“ Stelle dir das, was du erreichen willst möglichst genau vor. Mache dir es zum täglichen Ritual, dir ein paar Minuten Zeit zu nehmen um dein Unterbewusstsein auf das Gelingen einzustimmen. Schon Goethe wusste: „Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm das Passende entgegen.“ Ein Spruch unter Leistungssportlern heißt: „Gewonnen und verloren wird immer zwischen den Ohren.“

Ehrenrunde statt Rückfall

Es ist völlig normal, dass nicht alles reibungslos abläuft und es Rückschläge gibt. Ist man nicht darauf vorbereitet, bedeutet ein Rückfall meist der Abbruch. Steht zum Beispiel eine Geburtstagsfeier an, muss dies nicht das Ende des Abnehmziels sein. In diesem Fall solltest du dir eine geplante Ausnahme genehmigen um dann danach wieder in die richtige Richtung weiter zu steuern. Betrachte auch einen ungeplanten Rückfall nicht als Versagen, sondern sieh es als eine Ehrenrunde, die du drehst. Das ist besser für das Selbstwertgefühl und die Eigenmotivation. Dranzubleiben und eine gute Selbstbeziehung sind zentrale Eigenschaften für langfristigen Erfolg. Anstatt einen imaginären inneren Schweinehund bekämpfen zu wollen ist es besser, mit sich selbst gute innere Selbstgespräche zu führen. Gehe mit dir selbst um, wie ein guter Lehrer mit seinem Schüler: Übe konstruktive Kritik, aber vergiß auch nicht, dich zu loben und zu belohnen. Auch schon für kleine Erfolge.

Hilfe durch eine Gruppe

Wir Menschen sind soziale Wesen und evolutionär gesehen „Gruppentiere“. Mache dir diesen Umstand zunutze. Organisiere dir Unterstützung. Gemeinsam mit anderen geht vieles besser. Wenn du in ein Fitnessstudio gehst, schließe dich am besten Trainingsgruppen an. Auch Abnehmen oder Stress reduzieren geht in Gruppen mit Gleichgesinnten besser. Suche dir einen guten Coach, der dir hilft, dich selbst zu motivieren. Das moderne Coaching kennt viele wirkungsvolle Techniken, mit denen man seine Ziele leichter erreichen kann. Besonders mentale und energetische Interventionen wie Hypnose oder Meridianklopfen zählen zu den besten Coachingtechniken zum erfolgreichen Umsetzen seiner Pläne. Silvester ist für gute Vorsätze nicht besser oder schlechter geeignet als irgendein anderer Zeitpunkt. Wichtig ist nur, dass du auch wirklich beginnst.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein supergutes neues Jahr 2013 und die erfolgreiche Umsetzung deiner guten Vorsätze.

2. Wenn eine Grippe im Anmarsch ist

Morgens bekam ich einen Anruf und eine Klientin teilte mir mit, dass sie ihren Abendtermin für ihre Coachingsitzung leider absagen müsse, weil bei ihr eine Grippe im Anmarsch sei. Spontan fragte ich sie, warum sie der Grippe kein Einreiseverbot erteile.

Sie lachte etwas gequält. „Ich meine das ernst“, erklärte ich ihr. "Geht das denn?", fragte sie ziemlich irritiert zurück. "Ich denke schon", erwiderte ich. "Also gut, ich werde es mal versuchen", ging das Gespräch weiter. "Moment mal, das Versuchen kannst du dir schenken. Die Frage ist, willst du das Einreiseverbot erteilen oder willst du das nicht. Ich habe kein Problem mit der Terminabsage, da ich für die nächsten Wochen ausgebucht bin und auf der Warteliste einige Nachrücker sind, die sich über einen schnellen Termin freuen." Sie überlegte kurz: "O.K. ich komme heute Abend".

Als sie abends kam, begann sie als erstes: "Also das musst du mir mal erklären. Ich habe der Grippe gesagt, 'Du hast Einreiseverbot' und tatsächlich sind die Anzeichen zurückgegangen und jetzt sind sie weg."

Da sie tranceerfahren ist und schon öfter mit mir gearbeitet hat begann ich folgenden Dialog: "Mach mal die Augen zu und geh noch einmal in die Situation, als du mich anriefst und sagtest, dass da eine Grippe im Anmarsch sei. Wie erscheint dir die Grippe?" - "Wie eine Armee mit Soldaten und Panzern." - "Und wie groß bist du?" - "Ziemlich klein und machtlos." "Geh jetzt dahin wo du sagtest 'Ich will es versuchen'." - "Da war ich schon ein Stückchen größer." - "Und jetzt, als du Einreiseverbot erteiltest?" - "Da stehe ich an einer Schranke und die Armee besteht nur noch aus Spielzeugsoldaten und Spielzeugpanzern."

Sie verstand. Ich will damit nicht behaupten, dass man jede Krankheit einfach mit einer inneren Verweigerung wegmachen kann. Aber das sensible Immunsystem wird enorm gestärkt, wenn ich eine klare, positive innere Haltung einnehme oder sehr geschwächt, wenn ich mich aufgebe oder mich in die Hilflosigkeit begebe. Jeder weiß, wie wichtig es für eine Genesung gleich welcher Krankheit ist, dass der Patient an die Heilung glaubt.

Das ist natürlich nicht nur bei der Bewältigung von Krankheiten so. Unsere mentale Verfassung beeinflusst und steuert unser Leben mehr, als sich die meisten Menschen träumen lassen. Das ist ein zentrales Thema meiner Tätigkeit als Verhaltenstrainer und Mentalcoach.

Es ist niemals, wirklich niemals die Situation selbst, die uns zu schaffen macht, auch wenn sie selbst objektiv betrachtet noch so schwierig und belastend sein mag, sondern es ist immer unsere Einstellung, die wir zu dieser Situation haben. Das vielbemühte Beispiel, dass es dem Betrachter obliegt, ob das Glas halb voll oder halb leer ist, kennt wohl jeder. Je nachdem, in welche Sichtweise wir gehen, verändert sich das Gefühl dazu.

Schon Lao Tse sagte: Die größte Freiheit, die wir Menschen besitzen, ist die, in jeder Situation unsere Einstellung zu wählen. Machen wir von dieser Wahlfreiheit Gebrauch!

3. Nuss-Dinkel-Schiffchen - eine Riesenenttäuschung!

„Vollkornbäckerei“ stand in großen Buchstaben über dem Eingang des Ladens. Wenn man wie ich in keiner Großstadt wohnt, biete sich nicht so oft Gelegenheit „echtes“ Vollkornbrot und Vollkorngebäck zu bekommen. Also nutze ich die Gelegenheit die mir die ungewohnt große Auswahl des gut sortierten Ladens bietet. Und für den besonderen Genuss lasse ich mir ein Dinkel-Nuss-Schiffchen einpacken. Der Bodenteig ist wie ein kleines Boot geformt, beladen mit einem Berg aus Nüssen und Körnern. Ganz so wie ich es liebe: Großkörnig, knusprig und süß.

Dann ist es soweit: ich beiße erwartungsfroh in meine kleine Köstlichkeit. Aber das erwartete Krachen und Knacken in meinem Mund bleibt aus! Stattdessen zerfällt das Körner-Nuss-Gemisch ohne nennenswerten Wiederstand zu leisten im Mund und auch in der Hand in seine Einzelteile. Die Nüsse und Körner sind nicht so knackig wie man es hätte von ihnen erwarten können. Eine Enttäuschung mit der ich nicht gerechnet hätte!

Missmutig kaue ich meinen  Mund leer. Auch den zweiten Bissen bringe ich genusslos hinter mich und fasst wäre es passiert, den Rest in großen Happen ärgerlich in meinen Schlund zu befördern. Gott sei Dank gelingt es mir, inne zu halten und den Fuß in die Tür meiner Enttäuschungsgefühle zu bringen.

Was war passiert? Meine Erwartungen wurden frustriert. Ich hatte es mir anders vorgestellt. Der Honig, der als Süß- und auch als Bindemittel diente um die Masse zusammenzuhalten, hat für eine andere Konsistenz gesorgt, als ich es mir von dem Dinkel-Nuss-Schiffchen erhoffte.

Vielleicht mag der geneigte Leser jetzt denken: Was interessiert mich, ob dem Elmar sein Nussteilchen geschmeckt hat oder nicht. Aber darum geht es gar nicht. Vielmehr geht es um einen alltäglichen Vorgang der unsere Gemütsverfassung vermiesen kann: Wir haben Erwartungen und diese werden nicht erfüllt. Das macht uns ärgerlich, manchmal sogar wütend. Wir sind enttäuscht oder resignieren und gehen damit in eine Opferhaltung. Da uns dies womöglich öfters passiert kann sich in unserem Bewusstsein breit machen, das Leben wäre ungerecht und uns nicht wohl gesonnen.

Unterschätzen wir nicht, wie sich solche Bewusstseinszustände wie ein Grauschleier über unser Gemüt legen können und wir unbewusst genau diese Ereignisse anziehen die zu diesem Stimmungsniveau, diesen Schwingungen passen. Aber darauf möchte ich in diesem Block nicht näher eingehen. Worum es mir heute geht, ist das Gefühl der Enttäuschung.

Lassen wir uns das Wort „Enttäuschung“ näher anschauen. Wir können nur „ent“-täuscht sein wenn vorher eine Täuschung vorlag. Wir haben eine Vorstellung von etwas. Und wenn wir dann merken, dass wir uns in unserer Vorstellung getäuscht haben entsteht das Gefühl der Enttäuschung. Dummerweise ist dies nicht angenehm, obwohl wir eigentlich froh sein könnten, dass die Täuschung endlich aufgeflogen ist. Je nachdem, um was es sich handelt, kann es ein sehr bitteres Gefühl sein, wenn wir uns in etwas getäuscht haben. Wir hätten es ja gerne anders gehabt oder haben es uns zumindest anders vorgestellt.

Aber machen wir es wieder eine Nummer kleiner. Gehen wir wieder zurück zu meiner Dinkel-Nuß-Schiffchen-Enttäuschung. Die Täuschung ist also aufgeflogen: Das vollwertige Backwerk ist weich statt knusprig. Wenn ich es nun schaffe, mich jetzt ohne Erwartung darauf einzulassen und hinzuspüren, stelle ich fest, dass es trotzdem sehr wohl schmeckend ist. Nicht so pappsüß und trotz allem kernig. Da ist der von mir geliebte nussige Geschmack und das Bewusstsein hochwertige und gesunde Lebensmittel zu verzehren. All dies rundet das genussvolle Geschmackserleben ab.

Bin ich froh das ich wenigstens die zweite Hälfte dieser Leckerei genießen konnte, zumal dieses Teil immerhin 2,25 € gekostet hat :-)

Fazit: Ärger, Missmut und Enttäuschungen entstehen immer dann, wenn etwas anders ist, als wir es erwartet und gewollt haben. Wenn es uns gelingt, die Enttäuschung im wörtlichen Sinne zu sehen, werden aus negativen Gefühlen zumindest neutrale. Schaffen wir es gar wie echte Lebenskünstler aus dieser Situation noch das Beste zu machen, kann sogar aus einer Enttäuschung ein Wohlgefühl werden. Aber das wäre vielleicht doch zu viel des Guten. Das wäre ja noch schöner! So weit wollen wir nicht gehen oder?

4. Die Geduld oder der Zauberknopf

Schon Aristoteles hat gelehrt, dass jede Tugend die Mitte zwischen zwei Lastern ist. Auch wenn die Tugend der Geduld von ihm nicht explizit erwähnt wird, lässt sich diese „Goldene Regel“ auch auf diese Eigenschaft anwenden. Geduld steht demnach in der goldenen Mitte von einerseits Ungeduld, Hast, Eile und andererseits Langsamkeit sowie Trödelei.

Die Geduld bleibt in unserer heutigen hektischen Zeit oft auf der Strecke. Es fällt nicht immer leicht, geduldig und gelassen zu bleiben. Wir sind es gewohnt, alles sofort zu erhalten. Auch deshalb, weil in unserer Gesellschaft die Technologien und die Strukturen vorhanden sind, um alles innerhalb kürzester Zeit bereit zu stellen. All das trägt dazu bei, dass der Geduldsfaden heute äußerst dünn gesponnen ist.

In der Lebensschule habe ich im Dezember sieben wichtige Begriffe ausgewählt, über die ich in meinem Vortrag gesprochen habe: Achtsamkeit, Dankbarkeit, Innerer Frieden, Geduld, Humor, Mut und Liebe. Zu jedem dieser Themen habe ich zudem eine Geschichte vorge­lesen. Hier ist die Geschichte zu dem Begriff „Geduld“:

Die Geduld oder der Zauberknopf

Es war einmal ein junger Bauer, der wollte seine Liebste treffen. Er war ein ungeduldiger Geselle und viel früher zum Treffpunkt gekommen. Er verstand sich schlecht aufs Warten. Er sah nicht den Sonnenschein, nicht den Frühling und die Pracht der Blumen. Ungeduldig warf er sich unter einen Baum und haderte mit sich und der Welt.

Da stand plötzlich ein graues Männlein vor ihm und sagte: „Ich weiß, wo dich der Schuh drückt. Nimm diesen Knopf und nähe ihn an deine Jacke. Und wenn du auf etwas wartest und dir die Zeit zu langsam geht, dann brauchst du nur den Knopf nach rechts zu drehen, und du springst über die Zeit hinweg bis dahin, wo du willst.“

Der junge Bauer nahm den Zauberknopf und drehte. Und schon stand die Liebste vor ihm und lachte ihn an. Er drehte abermals und saß mit ihr beim Hochzeitsschmaus. Da sah er seiner jungen Frau in die Augen:

„Wenn wir doch schon allein wären…“, „Wenn unser neues Haus fertig wäre…“

Und er drehte immer wieder. Jetzt fehlten noch die Kinder und er drehte schnell am Knopf. Dann kam ihm neues in den Sinn und er konnte es nicht erwarten. Und drehte, drehte, dass das Leben an ihm vorbeisprang, und ehe er sich’s versah, war er ein alter Mann und lag auf dem Sterbebett.

Er merkte, dass er schlecht gewirtschaftet hatte. Nun, da sein Leben verrauscht war, erkannte er, dass auch das Warten des Lebens wert ist. Und er wünschte sich die Zeit zurück.

5. Post - Post - Post

In dem 12-Wochenkurs zur Gewichtsreduktion erhalte ich naturgemäß immer eine ganze Reihe von E-Mails mit kleinen oder größeren Erfolgsmeldungen, Fragen oder Mitteilungen. Hier eine Auswahl um einen kleine Eindruck zu vermitteln, wie die Teilnehmer/innen den Kurs erleben. Selbstverständlich sind alle Mails von den Autoren ausdrücklich zur Veröffentlichung freigegeben:

 

Hallo Elmar,
ich habe heute Morgen deine CD 2 gehört. Absolut nur GUT. Wenn ich an die Stellen komme, an denen ich mich selber sehe oder meinen Namen (die Stelle in Gold), breche ich jedes mal in Tränen aus. Ich kann das noch nicht ganz einsortieren. Mein Motto musste ich ändern.
– Loslassen und Lieben – Ist das O.K ?   Ich werde am Dienstag eine neue Karte schreiben.
Außerdem habe ich heute Morgen auf der Ballonfahrt wieder einen Sack mit 5 kg Ballast abgeworfen. Ich fühle mich richtig gut und “LEICHT” und wünsche dir ein wunderschönes
Wochenende.
Liebe Grüße Elke

Guten Morgen Elmar,
wenn du es nicht angekündigt hättest, hätte ich geglaubt, ich habe mir den Magen verdorben. Gestern Abend nach dem Kurs musste ich dringend zur Toilette, was sonst ungewöhnlich ist. Das ging dann den ganzen Abend so und ich hatte das Gefühl wie beim Fasten, wenn ich zur Darmreinigung Glaubersalz trinke. Es hat richtig gut getan.
Ich hätte nie gedacht, dass ich so auf die Hypnose reagiere, denn direkt danach habe ich noch nichts gespürt, erst daheim.

Mit freundlichem Gruß
Gabi

Einen schönen guten Morgen, lieber Elmar,

Du hattest wirklich recht, gestern Abend. Ich setze mich bezüglich meines Gewichts (schon viele, viele Jahre) unter großen Druck….
Dabei habe ich mir über die Jahre ein Essverhalten angewöhnt, das nach meinem Empfinden schon eine „Essstörung“ ist: Ich esse gerne und, wenn´s mir schmeckt, auch relativ große Mengen, oft noch gefolgt von einer großen Portion Schokolade….
Danach kommt direkt das schlechte Gewissen. Dieses wird „bekämpft“ mit dem Auslassen von Mahlzeiten und/oder dem Maltretieren des Laufbands, weil die Gewichtszunahme ja so schnell wie möglich wieder rückgängig gemacht werden soll. Je nach Gemütsverfassung (…) gelingt dies oder nicht – das hat mir bislang die Waage gesagt. (Uih, hatte die eine Macht über mich!)

Deine nüchterne Feststellung mir gegenüber gestern Abend war heilsam:

Ich habe die Waage heute Morgen im Schlafanzug in die Gartenhütte gebracht!

Wünsche Dir eine gute Zeit bis nächste Woche.
Viele Grüße
Claudia

Hallo lieber Elmar,

das gestrige Kurstreffen hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. Mein Glaubenssatz "Aus dir wird mal nichts" hat mir die Tränen und die Wut in die Augen getrieben. Ich glaube, ich habe tatsächlich einen Wutbauch.
In der Hypnose stand dann auf der Lichtung plötzlich mein Vater vor mir. Ich bin richtig erschrocken, wie ich vor lauter Wut auf ihn eingetrommelt habe. Aber dann hat es sich beruhigt und ich habe ihn umarmt. Er hat es letztendlich doch gut gemeint. Leider kann ich heute mit ihm nicht mehr darüber reden, weil er schon 5 Jahre tot ist. Das hat noch den ganzen Tag nachgewirkt und an der Arbeit ist mir klar geworden, wie dieser Glaubenssatz zu einem inneren Antreiber geworden ist. Ich habe das Gefühl, dass ich es jetzt viel gelassener angehen kann, denn aus mir IST etwas geworden...:-)

Danke für die vielen Anregungen aus dem Kurs. Ich bin sehr froh, bei dir angekommen zu sein.

Liebe Grüße
Luise
(gerne zum Veröffentlichen – schreibe aber "Luise" darunter, das ist mein zweiter Name)

6. Vorsicht Humor

In dem oben schon erwähnten Kurs in der Lebensschule, in dem ich zu jeder der Begriffe eine Geschichte auswählte, habe ich für „Humor“ im Internet gestöbert um einen ganz besonderen Witz zu finden. Dabei bin ich auf einen interna­tionalen Witzewettbewerb gestoßen, der den besten Witz der Welt gekürt hat. Dieser kam aus Schweden und wurde eingesandt von Jörgen Jönsson eingesandte.

 

Hier ist der Siegerwitz:

Ein Einwohner aus Stockholm fährt zur Entenjagd aufs Land. Als er eine Ente sieht, zielt er und schießt. Doch der Vogel fällt auf den Hof eines Bauern, und der rückt die Beute nicht heraus.

"Das ist mein Vogel", besteht der Städter auf seinem Recht. Der Bauer schlägt vor, den Streit, wie auf dem Land üblich, mit einem Tritt in den Unterleib beizulegen. "Wer weniger schreit, kriegt den Vogel."

Der Städter ist einverstanden. Der Bauer holt aus und landet einen gewaltigen Tritt in den Weichteilen des Mannes. Der bricht zusammen und bleibt 20 Minuten am Boden liegen.

Als er wieder aufstehen kann, keucht er: "Okay, jetzt bin ich dran." "Nee", sagt der Bauer im Weggehen. "Hier, nehmen Sie die Ente."

 

Der deutsche Beitrag kam nicht unter die ersten zehn. Beim Vorlesen in der Lebensschule bekam er allerdings mehr Lacher als der schwedische Siegerwitz. Das liegt aber auch wahrscheinlich daran, dass in meinen Kursen meist deutlich mehr Frauen sind als Männer…

 

Kommt ein Mann zur Wahrsagerin. Sie schaut in die Kristallkugel und sagt: „Wie ich sehe sind Sie Vater von 2 Kindern“

„Das glauben SIE!“ erwidert er. „Ich bin Vater von 3 Kindern.“

Die Wahrsagerin lächelt und sagt: „Das glauben SIE!“

Das war's mal wieder für heute.

Ganz liebe Grüße aus
unserem schönen Bad Orb
mit der Toskana-Therme
und - laß es dir gut gehen!

Elmar


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